Therapeutisches  Klettern

Physenmodell des Potsdamer Modells im therapeutischen Klettern
Phasenmodell des "Potsdamer Modells"

Therapeutisches Klettern nach dem Potsdamer Modell

Das „Potsdamer Modell“ basiert auf Erkenntnissen des Sportkletterns, der Trainingswissenschaft sowie der Sporttherapie (MTT) und nutzt die Belastungsparameter des sportlichen Trainings.

Dr. René Kittel und weitere Wissenschaftler der Universität Potsdam haben es für den therapeutischen Einsatz entwickelt.

Der Kern und das Besondere ist die Steuerbarkeit der Kletterbewegungen über Wandneigung, Griffgröße etc.

Damit ist es möglich, Therapeutisches Klettern in Praxen, Reha-Zentren und Kliniken effektiv in die Behandlungsplanung einzubauen.

Mit unseren Wandsystemen ist die Umsetzung des Potsdamer Modells optimal möglich, da Dr. René Kittel maßgeblich an deren (Weiter-)Entwicklung beteiligt ist.

Alleinstellungsmerkmale des Kletterns:

GANZHEITLICHKEIT

Beim Klettern ist es unmöglich, eine bestimmte Muskeln oder Muskelgruppe zu isolieren. Es wird immer, basierend auf der diagonalen Bewegung, der ganze Körper genutzt.
Ziel ist es also, bei den Übungen auf bestimmte Muskeln oder Muskelgruppen zu fokussieren - auch wenn komplette funktionelle myofasziale Ketten (Schlingen) involviert sind.

Es kommt zu einer  Re-adaption der geschädigten, bzw.  geschwächten Struktur und verbessert gleichzeitig den ganzen Bewegungsapparat in seiner Leistungsfähigkeit. Relativ wenig Unterstützungsfläche und Anforderungen an alle vier Extremitäten sowie den Rumpf (core stability) verbessern sowohl die Motorische Kontrolle als auch die Postulate Kontrolle.


GESCHLOSSENE KETTE

Beim Klettern findet die komplette Therapie in der sogenannten „geschlossenen Kette“ statt. Dadurch ist eine translatorische Komponente auf das Gelenk reduziert und somit gelenkschonend auch in frühen Reha-Phasen stabilisierend einsetzbar.

GLEICHGEWICHTSTRAINING

Trotz trainierens in einer geschlossenen Kette stellt das therapeutische Klettern sehr hohe koordinative Anforderungen. Das Gleichgewicht wird dabei extrem gefordert und gefördert. Die geringe Unterstützungsfläche induziert ein hohes Maß an Koordination des Gesamt-Körperschwerpunkts.

NACHHALTIGKEIT und  MOTIVATION

Klettern macht Freude!

Und Klettern ist in unserem sensomorischen System basal angelegt (Krabbeln, Reptilienbewegung).

Durch die unterschiedlichsten Klettertherapieübungen wird trotz koordinativer und konditioneller Beanspruchung eine hohe Bewegungsfreude erzeugt. 

Erfahrungen zeigen, dass etwa beim Einsatz des Therapeutischen Klettern in der Rückenschule eine hohe Nachhaltigkeit erzeugt werden kann. Patienten aller Altersstufen finden an dieser Bewegungsform so viel Bestätigung und Motivation, dass sie nach der Therapie weiterhin Klettern gehen.